Gurken-Dattel Patschadi

Gurken zählen zu den klassischen Zutaten kulinarischer Festtagsspezialitäten in Südindien. Für dieses traditionelle Gericht werden sie dort ausschließlich ausgereift verarbeitet. Als kreative Variante bieten sich die hier gedeihenden Sorten, frische grüne oder auch Schmorgurken an.


REZEPT
Mengenangaben für eine Person

Utensilien

1 Steinmörser
1 elektrische Kaffeemühle
1 geeigneter Mixer
1 Nussknacker
1 Glas- oder Keramikschüssel
1 feuerfester Übertopf mit Deckel, in den die Schüssel hineinpasst
1 kleine Pfanne aus Edelstahl oder Gusseisen

Zutaten

Gruppe 1
ca. 200 g Gurken

Gruppe 2
1/3 TL Senfkörner (am besten schwarze Sorte)
eine Priese Muskat (frisch gerieben)
1/4 TL Senfkörner (am besten schwarze Sorte)

Gruppe 3
1 EL gehackte Petersilie oder 3 EL gehackter Rucola
1/2 EL gehackter Schnittlauch oder 1/2 kleine Asia- bzw. Perlzwiebel
1/4 Kokosfleisch einer reifen Kokosnuss (klein gehackt) oder 8 Stck. frisch geknackte Walnüsse (klein gehackt) oder die gleiche Menge andere Nüsse

1 EL Zitronensaft (frisch gepresst) oder Saft einer 1/2 Orange
1 Stck. Ingwer (1x1x1 cm groß)
3 Datteln (klein geschnitten) oder 3 EL Rosinen
1/4 Paprika (rot oder gelb)

nach Geschmack ca. 1/4 TL Salzlake (einen Brocken Steinsalz mit einer 1/2 Tasse Wasser verschütteln)

Zubereitung

Gurken in ca. 1/2x1/2x1/2cm große Stückchen schneiden und in eine Schüssel geben.

1/3 TL Senfkörner von Gruppe 2 ganz kurz (etwa 10-15 sec.) in der Pfanne erhitzen. Wenn die Körner anfangen zu springen, ist die Pfanne zu heiß geworden. In dem Fall sofort von der Feuerstelle nehmen. Diese dann zusammen mit den Rest 1/4 TL Senfkörner grob im Mörser stampfen (für größere Mengen eignet sich eine Kaffeemühle). Muskat dazugeben.

Die Gewürzmischung mit allen Zutaten der Gruppe 3 im Pastamixer zu einer feinen Paste mixen. Zu den geschnittenen Gurken in die Schüssel geben und gut verrühren.

Ein paar Tropfen der Salzlake nach Bedarf zufügen und nochmals umrühren.

Um das Gericht ca. 40°C warm zu halten, die Schüssel mit dem Inhalt ins heiße Wasserbad (70°C) setzen. Dazu einen Übertopf mit Deckel verwenden. Vor dem Servieren kurz umrühren. Ein weiterer Garprozess ist hier nicht nötig. Das Gericht ist eine schnelle Rohzubereitung.

Falls gewünscht, mit etwas frisch gehackten Rucola oder Petersilie, Paprikastreifen und frisch geraspelten Kokosfleisch oder gehackten Nüssen garnieren.

Als Beilage für dieses Gericht passen Süßkartoffeln, Kartoffeln, Topinambur, Schwarzwurzeln, Hirse, Quinoa, Reis oder Brot. Es kann aber auch ohne Beilage serviert werden.

Tipps

1. Andere Gerichte, die zu dieser Zubereitung als mehrgängiges Menü gereicht werden können, sind in der Rubrik Galerie zu finden.

2. Ihren köstlichen Geschmack entfaltet die Kokosnuss nur, wenn sie frisch, vollreif und von guter Qualität ist. Ranzig schmeckendes, mit dunklen Flecken durchsetztes Fleisch oder unangenehm riechendes Kokoswasser sind Zeichen von Ungenießbarkeit. Der beste Garant für gute Qualität ist ein Lieferant, der Rohkostqualität bietet.

3. Auch andere Nüsse schmecken in Rohkostqualität am besten, besonders dann, wenn sie erst kurz vor dem Gebrauch frisch geknackt sind. Eine Alternative zu Nüssen, die überall zu bekommen ist, sind Sonnenblumenkerne. Diese kurz ankeimen. Kerne dazu in einem Schüsselchen einmal kurz mit Wasser abspülen, abtropfen lassen und zugedeckt mind. 6 Std. stehen lassen. Schmeckt fast wie Nüsse.

4. Die Verwendung von in Wasser gelöstem Steinsalz ist eine alte, traditionelle Praktik in Asien. Mit dieser Methode kann man die Menge genauer kontrollieren. Das gelöste Salz lässt sich auch besser mit den anderen Zutaten vermischen.

5. Für diejenigen, die es etwas schärfer mögen, können frische Chilis (grüne oder reife rote) kurz im Mörser gestampft (Kerne vorher entfernen) oder klein gehackt dem Gericht am Ende der Zubereitung untergemischt werden. Um das Spritzen beim Stampfen zu verhindern, kann eine gehackte Dattel zugegeben werden. Eine Brille/Sonnenbrille schützt die Augen beim Stampfen der Chilis.

Mit einer kleinen Menge zuerst den Schärfegrad feststellen, denn der kann von einer Sorte zur anderen sehr unterschiedlich sein.

6. Viele Obst/Gemüsezutaten kann man mit Schale verwenden, was zum Geschmack und zum Aroma beiträgt. Biologische Qualität ist daher empfehlenswert.

Allgemeine Informationen

Bei der Zusammenstellung der Zutaten und der Zubereitung des Rezepts wurde besonders auf Natürlichkeit Wert gelegt. Deshalb kommen kaum industriell verarbeitete Ingredienzien zum Einsatz, wodurch der echte, natürliche Geschmack erhalten bleibt. Dies ist die Voraussetzung zur Bewahrung der Sensibilität unserer Sinne. Ebenfalls werden weder isolierte Fette (wie zum Beispiel Öle), Zucker oder ähnliche Produkte, noch Zutaten tierischer Abstammung verwendet.
 
Information für Vegan-Genießer

Der Erde zuliebe hat der Verfasser für dieses Rezept ausschließlich pflanzliche, überwiegend nicht vorverarbeitete und meist hierzulande wachsende Zutaten gewählt.

Information für Rohkost-Genießer

Aus obiger Zubereitung entsteht ein köstliches (fast) Rohgericht.

Ihr ökologischer Fußabdruck

Eine Reihe von Faktoren, von der Zubereitung bis zum Verzehr dieses Gericht, tragen zu Ihrem persönlichen Umwelt- und Klimaschutz bei:

- Die Verwendung von frischen pflanzlichen, nicht energieaufwendig vorverarbeiteten Zutaten hilft, die Ressourcen der Erde zu bewahren.
- überwiegend sind die Zutaten in der Nähe erhältlich oder können selbst auf dem Balkon/im eigenen Garten gezüchtet werden.
- Zutaten, die von jahrelang bestehenden Bäumen stammen, z. B. Kokosnüsse, Äpfel, Nussarten, Gewürze wie Zimt und Nelke, Datteln, Mangos, haben eine besonders wichtige Bedeutung für die Natur, die unmittelbar zum Gleichgewicht der Erde beiträgt.
- Die schonende Zubereitung, bei der sehr wenig Heizenergie verbraucht wird, kommt einem bewussten Rohstoffverbrauch und Treibhausgasausstoß zugute. Ein Plus mehr für das Klima.
- Eine intensivere Beschäftigung mit unserer Nahrung sensibilisiert die Sinne und erweckt unsere Urverbindung mit der Natur wieder, was sich letztendlich im Bewusstsein widerspiegelt.

Weitere nützliche Informationen gibt es in der Rubrik Wissenswertes.

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